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Montag, 12. Oktober 2009

4:23:10

Es ist vollbracht. In 4 Stunden, 23 Minuten und 10 Sekunden habe ich die Marathon-Strecke in München hinter mich gebracht.

Für alle, die auf Schmerzen stehen, kann ich die 42'195 Meter wärmstens empfehlen. Probiert es aus; ich verspreche nicht zu viel :-)

Das Wetter war schon fast perfekt. Einzig der zum Teil relativ starke Wind hat das Ganze etwas getrübt. Verglichen aber mit dem Samstag (Dauerregen) war der trockene und relativ warme Sonntag (16 C) ideal.

Bis ungefähr zur Marke von 34 Km war ich einigermassen flott unterwegs. Aber danach waren die Schmerzen nicht mehr nur eine lästige Begleiterscheinung, sondern das absolut zentrale Thema. Die Theroie der Glückshormone, die die Schmerzen irgendwann eindämmen, musste ich leider widerlegen. Eingedämmt wurde lediglich meine Motivation weiter zu laufen sprich leiden.

Der Zieleinlauf entschädigt aber für (fast) alles. Es war für mich ein sehr schöner Lauf, der einfach ca. 7 Km zu lang war.

Persönliches Fazit:
- Lauftraining hilft ganz ganz ganz viel Fett zu verbrennen (bei mir über 30 Kg)
- Viele der LäuferInnen sind nicht ganz dicht in der Birne
- Sightseeing geht auch im gemütlichen Tourbus
- Das Bier im Ziel schmeckt besser als jedes zuvor getrunkene
- Jeder - wirklich jeder - kann einen Marathon laufen (Masochisten werden sogar begünstigt)

Wer macht beim nächsten Lauf mit?

Samstag, 10. Oktober 2009

Startnummer 4276

Am Sonntag, 11.10.09 um ca. 10:15 Uhr starte ich nun also zu meinem Marathon-Abenteuer. In der Gruppe B (auch bekannt unter LLL-Gruppe: Langsam, locker und lustig) versuche ich meinen Rhythmus zu finden und dabei nicht zu schnell zu starten.

Meine Marschroute sehe ich ungefähr so:

5 Km - 29 min.
10 Km - 58 min.
15 Km - 1 h 30 min.
20 Km - 2 h 03 min.
25 Km - 2 h 38 min.
30 Km - 3 h 15 min.
35 Km - 3 h 48 min.
40 Km - 4 h 27 min.
42.2 Km - 4 h 45 min.

4 h 45 min. ist wahrlich keine Meisterleistung. Aber für den ersten Marathon muss ich mich leider damit begnügen.

Plan the Run, run the Plan!

Samstag, 26. September 2009

Die 42.2 Km stehen vor der Tür!

Der Trainingsrückstand, falls es denn einen solchen geben sollte, lässt sich nun nicht mehr aufholen. Am 11. Oktober startet also mein erstes Marathon-Erlebnis (sprich Martyrium) in München. Die Wiesn sind dann leider schon wieder weggeräumt, und es hat ganz viel Platz für tausende von Läufern.

Ob mein Marathon-Training in Bezug auf a) Distanz überleben und b) die überlebte Distanz in einer würdigen Zeit hinter sich zu bringen, erfolgeich war, kann ich heute noch nicht sagen. Sicher haben aber die bis dato 136 Laufstunden im 2009 einen sehr positiven Effekt auf meine allgemeine Fitness und Gesundheit. Mein Kampfgewicht beträgt jetzt fast schon langstrecken-kompatible 71 Kg und mein Ruhepuls liegt noch bei 42 Schlägen pro Minute.

Jetzt mache ich noch 2 - 3 längere Trainingseinheiten à ca. 17 - 20 Km und ein paar kürzere Läufe à 8 Km. Und dann bin ich bereit für den Marathon. Let's go!

Sonntag, 23. August 2009

Medien Marathon München

Der 11. Oktober 2009 rückt mit Siebenmeilenstiefeln näher. Die neue Strategie lautet jetzt Schadensbegrenzung. Konkret: Finisher - am liebsten ohne Krämpfe und Schmerzen. Die Zeit spielt dabei keine Rolle. Wobei, mehr als 4:30:00 sollte es dann doch nicht sein.

Meine Trainingseinheit von gestern.

Distanz: 17 Km
Gelände: anspruchsvoll mit vielen Steigungen
Zeit: 1:57:00
Durchschnittspuls: 139
Feeling nach dem Lauf: Etwas schwere Beine aber überhaupt nicht ausser Atem
Erholung: Der Puls reduziert sich sofort wieder auf unter 100

Heute stand nur ein kurzes Auslaufen auf dem Programm (45 Minuten).

Ab nächster Woche wird die Intensität erhöht, damit der Marathon im Oktober nicht zur Qual wird.

Samstag, 15. August 2009

Trainingsrückstand

Ob es der warme Sommer oder die nicht zu knapp bemessene Arbeit ist, spielt eigentlich gar keine Rolle. Ein Faktum ist, dass ich mit dem Training arg in Rücklage geraten bin. Ich bilde mir aber ein, dass ich aufgrund der guten Grundlagenausdauer-Einheiten bis Mitte Jahr den Oktober-Marathon trotzdem bestehen werde. Die Zeit dürfte dafür alles andere als ansehnlich werden.

Für morgen ist nun aber wieder eine längere Session geplant (16 - 24 km). Ich werde diesen Lauf am frühen Morgen absolvieren, weil danach die Temeraturen jenseits der 30er-Marke bleiben könnten. Das ist dann definitiv zu heiss für mich.


Hier noch ein Tipp in eigener Sache:
Flug Zürich - Las Vegas
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Total für nur CHF 710
Hammerpreis!

Sonntag, 24. Mai 2009

Halbmarathon Winterthur - 1:55:02

Bei 28° Celsius ins Ziel laufen, ist zwar sehr schön, weil man endlich angekommen ist. Hat aber auch so seine Schattenseiten. So viel trinken, wie man schwitzt, kann man während den 21.1 km gar nicht. Und wo bitte soll all das Salz her, das der Körper verliert? Die muskulären Probleme sind neben dem Flüssigkeitshaushalt gerade noch die kleinsten Schwierigkeiten. Viel mehr macht einem da der Kopf zu schaffen. Spätestens beim Aufstieg zwischen 15 - 17 km quälen einem Fragen, wie "Ein kühles Bier auf dem Balkon wäre doch ein mindestens gleichwertiger Ersatz; ODER?

Die Laufstrecke in Winterthur ist zwar schön, kann aber mit dem Hallwilersee-Lauf sicher nicht mithalten. Die Organisation des Anlasses war von A - Z top. Gratulation!

Mir selber kann ich leider viel weniger gratulieren. Mit meiner Zeit bin ich nämlich nicht ganz zufrieden - Hitze hin oder her.

1:55:02 hiess letztlich meine Gesamtzeit. Damit bin ich 10 Minuten und 45 Sekunden schneller als bei meinem ersten Halbmarathon-Versuch. Wenigstens. Und ich fühle mich jetzt - 7 Stunden nach dem Zieleinlauf wieder sehr gut. Ein lockeres Jogging würde ich mir sehr wohl zutrauen.

Die Kilometerzeit im Mittel beträgt damit 5:27. Wenn ich das bei meinem Marathon-Lauf schaffe, bin ich überglücklich :-)

Wettkampf Vorbereitung

Die schönste Zeit in der Vorbereitung auf einen Wettkampf sind die letzten 3 - 4 Tage vor dem Start. Da gilt es die Energie-Speicher zu füllen (Pasta, Kartoffeln, Reis, etc.). In dieser Zeit darf ich "leider" auch kein Vollkornbrot oder Gemüse essen. Es sollten Weissbrot und Kohlenhydrate verzehrt werden.

Das Gemüse - eigentlich sehr gesund für unsere Ernährung - enthält viele wichtige Fasern, die aber leider sehr schwer verdaulich sind. Geiches gilt für das hochgelobte Vollkornbrot: Sehr schlecht verdaulich. Obwohl Vollkornprodukte eigentlich sehr gesund sind und länger sättigen als normales Ruch- oder sogar Weissbrot, so kann es auch zu Probleme mit der Verdauung führen. Japaner und Chinesen essen zum Beispiel nie Vollkornprodukte. Auch für kleine Kinder ist Vollkorn absolut ungeeigent.

Jetzt aber zurück zur Vorbereitung: Essen, essen, essen und am besten Pasta und Weissbrot. Super! So macht Laufsport Spass...

Sonntag, 10. Mai 2009

Wettkampf Simulation

Am 24. Mai 2009 wage ich mich wieder an einen Halbmarathon. Der Winterthur Halbmarathon soll aufzeigen, wie es um meine Form steht. Schliesslich will ich im Oktober die 42.2 km nicht nur überstehen (Juhui ich bin ein Finisher), sondern auch eine gewisse Zeit nicht überschreiten.

Den Halbmarathon Ende Mai gilt also als Gradmasser und als Überprüfer für meine Trainingsstrategie.

Ziel Halbmarathon:
- Minimalziel: 1:59:59
- Angestrebtes Ziel: 1:54:59
- Idealzeit: 1:49:59

Beim Erreichen der Idealzeit werde ich meine Trainingsstrategie nicht ändern und genau so weiter machen. Beim Erreichen des angestrebten Zieles werde ich die Anzahl Läufe pro Woche verringern, dafür die Distanzen verlängern. Beim Verpassen des Minimalziels werde ich eine Untersuchung bei einem Sportarzt machen und meine Trainingseinheiten neu ausrichten.

Gestern - bei grosser Hitze - habe ich eine Simulation unter Wettkampfbedingungen gemacht. Der einzige Unterschied zum Wettkampf war, dass ich bewusst mit nüchternem Magen unterwegs war (15 Stunden ohne Energiezufuhr).

Fakten
- Distanz: 16.2 km
- Gelände: sehr anspruchsvoll, mit langgezogenen Steigungen
- Verpflegung: 2 x Wasser / 1 x Getreide-Energie-Riegel
- Zeit: 1 Std. 26 Min.
- Durchschnittspuls: 182
- Kilometerzeit: 5 Min. 19 Sec.

Nach dem Lauf habe ich einen kurzen Spaziergang gemacht (ca. 3 - 4 km).

72 Stunden Lauftraining im Jahr 2009

Seit Anfang Jahr haben meine Laufschuhe 72 Trainingsstunden hinter sich. Während ich die Schuhe jeweils wechseln konnte, ging das für Herz, Muskeln, Gelenke und vor allem meinen Kopf nicht.

Die meiste Zeit habe ich im Grundlagenausdauer-Training (4-L-Methode) absolviert.
L - Langsam (Puls von ca. 130)
L - Lang (ausgedehnte Läufe)
L - Locker (kein Muskelkater am nächsten Tag)
L - Langweilig (sehr wenig kompetitiv und oft die gleichen Strecken)

Diese Art zu trainieren ermöglicht es mir, viel mehr Energie aus dem Fettstoffwechsel (Verbrennen von Fetten und Fettsäuren) zu gewinnen. Während mich früher bei nüchternem Magen sofort die Kraft verlassen hat, kann ich heute noch kilometerweit im gleichen Tempo weiter rennen. Diese Eigenschaft gilt nicht nur für das Lauftraining, sondern auch für den Alltag. Heisshungerattacken gehören (fast) der Vergangenheit an. Der Körper wandelt einfach überflüssige Pfunde in Energie um. Konkret: Fett wird verbrannt, wenn die Energie-Speicher leer sind.

In Zahlen ausgedrückt
Kampfgewicht am 1. Januar 2008: 101 kg
Laufgewicht am 10. Mai 2009: 72 kg

Montag, 16. Februar 2009

25 Stunden Lauftraining im 2009

Schnee, Eis, Regen und Dunkelheit. Die Ausredenliste liesse sich beliebig erweitern. Leider weiss ich aber, dass im Oktober bei Kilometer 30 am München Marathon all diese Ausreden herzlich wenig zählen. Aus diesem Grund kann ich heute fast ein kleines Jubiläum feiern. Heute Abend habe ich die Marke von 25 Trainingsstunden im Kalenderjahr 2009 erreicht.

Damit liege ich mit fast 32 Minuten pro Tag (arithemtisches Mittel) gar nicht so schlecht im Plan. Ich bin überzeugt, dass eine gute Planung die halbe Miete, oder sagen wir die halbe Strecke, eines Marathons ist. Ganz nach dem Motto: Plan the Run! Run the Plan!

Das schöne am Laufsport ist, dass man wirklich sehr klein anfangen und dann je nach Lust und Laune ausbauen kann. Grosse Anfangsinvestitionen - im Vergleich zum Moutainbiking - sind nicht von Nöten. Abgesehen von ein paar guten Laufschuhen, einer einfachen Pulsuhr und evtl. Laufhosen braucht es nichts.

Laufen kann man sowohl alleine, wie auch zu zweit oder in kleinen Gruppen. Ich persönlich laufe am liebsten alleine dem wunderschönen Wasserschloss entlang. Und das ganz ohne störenden MP3-Player. Die Natur hat genug Spannendes zu bieten. Ich laufe am liebsten alleine, weil ich dann ganz exakt auf meinen Puls achten kann.

Wer mit dem Laufsport beginnt, sollte darauf achten, dass der Puls ca. 65 - 70% des Maximal-Puls beträgt. Der Maximal-Puls bewegt sich ungefähr bei "220 abzüglich Lebensalter". In meinem Fall also 220 abzüglich 32 = 188; davon 65 - 70% = 122 - 132.

Aber Achtung: Diese Formel ist nur ein Richtwert. Wer es genau wissen will, sollte einen Test bei einem Sportarzt machen. Oder einen begleiteten Conconi-Test durchführen.

Samstag, 31. Januar 2009

Trainingsmonat Januar 2009

Ein guter Trainingsmonat geht heute zu Ende. Noch stehen mir zwar gute 8 km bevor, trotzdem ist es für ein positives Fazit nicht zu früh. Mit 17 Trainingsstunden bin ich überaus zufrieden mit dem Januar. Die meiste Zeit wurde im Grundlagen-Ausdauer-Training absolviert.

Auf was kommt es eigentlich an bei einer Marathon-Vorbereitung? Ganz einfach: Es ist wie bei einem Rennwagen.

1. Motor - Herzkreislaufsystem, "die Pumpe"
2. Chassis - Muskulatur, Gelenke "das Gestell"
3. Fahrer - Mentaler Bereich, "der Kopf"

Diese drei Bereiche gilt es zu trainieren. Je ambitionierter ein Läufer wird, desto stärker sollte auch der dritte Aspekt - der mentale Bereich - trainiert werden.

Parallel zum Training dieser drei Punkte, gilt es ein paar Rahmenbedingungen zu beachten:

A) Ausgewogene Ernährung
B) Gutes Schuhwerk & Pulsuhr
C) Ausreichend Schlaf und Erhohlung generell

In neun bis 15 Monaten kann sich jeder für einen Marathon vorbereiten. Worauf warten Sie noch...?

Mittwoch, 14. Januar 2009

8. Training im 2009

Die Sonne wollte sich leider heute Morgen nur kurz (ca. 2 Stunden) zeigen. Das wunderschöne Wasserschloss (Aare, Reuss und Limmat sowie später der Rhein) hat leider auch seine Schatten- oder besser gesagt Nebelseiten.

Auch die Temperaturen luden nicht unbedingt zum Lauftraining ein. Wer aber einen Marathon ohne Sauerstoffzelt und neuem Hüftgelenk überleben will, muss auch bei diesen Witterungen raus.

Das Training lief nicht ideal, weil mein Puls sich nicht im gewünschten Bereich einpendeln liess. Vielmehr machte dieser die wildesten Kapriolen - mit dem klaren Trend nach oben.

Die Fakten zum heutigen Lauf

Distanz: ca. 7 km
Zeit: 55:06
Durchschnittspuls: 136 (!!)
Trainingsart: Grundlagenausdauer (langsam, langweilig, bei tiefem Puls)

Für morgen hoffe ich auf besseres Wetter und einen friedlich gestimmteren Puls. Der erste Wunsch rückt beim Blick aus dem Fenster (ein Blizzard tobt) in sehr weite Ferne.

Dienstag, 13. Januar 2009

2009 - Year of the Marathon!

2009 - Das Jahr der Krisen, Rezessionen und Depressionen - will man den zahllosen Auguren Glauben schenken.


Für mich kommt es aber noch viel schlimmer... Es ist das Jahr der Wahrheit, das Jahr der Entscheidung, das Jahr des Marathons.


Lesen Sie hier, wie ich mich auf den München Marathon (11. Oktober 2009) vorbereite. Diese Einträge könnten für Sie interessant sein, weil ich mich selber nicht in die Kategorie der "Läufer" oder "Sportler" stecke. Das Jahr 2008 habe ich mit einem BMI - obwohl viel halte ich von diesem zwielichtigen Benchmark eigentlich nicht - von weit über 30 in Angriff genommen. Meine sportlichen Jahreshöhepunkte bestanden bisher vom Wohnzimmer-Sofa bis zum Kühlschrank (der steht schliesslich in der Küche und nicht in der Stube - nota bene) ohne Nierenkolik zu gelangen. Und zurück!

Nun haben sich in der Zwischenzeit gut 21 Kg aus meinem Körper verabschiedet (wenn ich einmal Zeit habe, schreibe ich ein Buch: "Die Diät ohne Diät" oder "wie verliere ich 21 Kg mit Bier und Salami-Pizza?").

Dieses Jahr gilt es ernst. Mit einem 4-Stunden-Training (jede fünfte Woche ist Pause - oder Regeneration wie ich als Neosportler wohl sagen sollte) will ich mich auf die 42'195 Meter vorbereiten. Die Laufzeit spielt dabei keine Rolle - so lange sie unter 4:20 ist. Den Halbmarathon habe ich im letzten Herbst bereits (fast) schadlos überstanden. Und Spass hat es sogar auch noch gemacht.

Sonntag, 2. November 2008

Hallwilerseelauf - 21.2 km

Ohne zu Wissen, ob meine Beine überhaupt einen Halbmarathon überleben können, hatte ich mich - wohl noch ein wenig euphorisiert durch den Murtenlauf - für den Hallwilerseelauf angemeldet.

Am Samstag Morgen in der Früh (04:45 - 07:15 Uhr) habe ich die Wochenwäsche gemacht. Leider konnte ich das nicht an meine Partnerin delegieren, da sie am Samstag arbeiten musste. Danach habe ich mit dem kleinen Rucksack bewaffnet auf den Regionalzug Richtung Beinwil am See begeben. Es sollte ein wunderschöner Tag werden, auch wenn der Nebel am Morgen früh noch tief über den See hing.

Angekommen und mit einer riesigen Portion Nervosität gegab ich mich zur Startnummernvergabe. Nummer geschnappt, Erinnerungsgeschenk entgegen genommen und die Wertsachen (Portemonnaie und Natel) abgegeben. Danach ging es zu Fuss an das Seeufer, wo sich das Start-/Zielgelände befand.

Nach dem Umziehen in der engen Garderobe (Kabine des Fussballclubs Beinweil am See) musste ich mich kurz aufwärmen.

Leider gab es auch am Hallwilersee die halbstarken Nordic Walker, die sich unbedingt in den fordersten Reihen positionieren mussten. Wer die schmalen Weglein rund um den Hallwilersee - vor allem beim Standbad Beinwil - kennt, der kann sich vorstellen, wie die Stockenten einem dem Weg nicht nur versperren, sondern auch noch mit ihren gefährlichen Waffen verteidigen. Ohne Verletzung habe ich geschafft in den ersten fünf bis sechs Kurven die Nordic Walker hinter mir zu lassen. Das Überholen ist ähnlich problematisch wie bei der Formel 1 in Monaco.

Schon bald meinte ich einen guten Rhythmus gefunden zu haben. Es fing nach drei bis vier Kilometern an richtig Spass zu machen. Das Wetter wurde immer besser und die Beine waren richtig gut. Bei Kilometer fünf gab es den ersten Verpflegungsposten und vor allem ein Zwischenfazit bezüglich Zeit. Ich hatte mit einer Zwischenzeit von ca. 28 Minuten gerechnet. Die Uhr zeigte aber gut eine Minute mehr als budgetiert. Da der Puls im geplanten Rahmen war und die Beine immer lockerer wurden, hatte ich das Tempo nach Kilomter sechs leicht erhöht.

Danach folgte eine Phase des Geniessens... Am Hotel Seeroose vorbei bis an das obere Seeende war es ein super schönes Erlebnis. Dann kam das Schloss Hallwil, das man mit einer Schlaufe umlaufen musste. Immer noch fühlte ich mich sehr gut. Das war nach ca. 15 Kilometern.

Die Zwischenzeit deutete daraufhin, dass ich evtl. eine Gesamtzeit von unter zwei Stunden laufen könnte. Für meine bescheidenen Verhältnisse wäre das schon fast ein Wunder.

Dann kam aber der Hammer. Ich bereits das Schild "Km 18"; und das nur gerade ca. 150 Meter vor mir. Der Puls war immer noch im geplanten Rahmen; die Beine und der Kopf sagte aber STOPP!

Immer langsamer werdend schleppte ich mich die letzten 4.2 Km ins Ziel. Eine Mischung aus Traben, Marschieren und quälendem Rennen verhalf mich dann letztlich doch noch ins Ziel. Die Kilometer-Zeiten waren in dieser Phase jedoch unterirdisch.

Das Prachtswetter konnte den Zieleinlauf leider auch nicht wesentlich versüssen. Die Zeit von 2:05:47 war letztlich halt doch deutlich über den zwei Stunden.

Im Zielbereich konnte ich mich dann mit Flüssigkeit, einem Sandwich und einem Apfel verpflegen. Das sehnlichst erwartete Bier konnte ich kaum runter bringen (bin ich krank...?).

Die Heimreise mit dem Zug war eine Mischung aus Genugtuung und schmerzenden Oberschenkeln. Den Nachmittag habe ich nach einem ausgedehnten Bad auf dem Sofa verbracht. Fussball-Schlafen war angesagt.

Die Nachwehen waren erstaunlich schnell weg. Bereits am Dienstag habe ich nichts mehr gespürt.

Jetzt muss das Training aber für den Marathon im Oktober 2009 intensiviert werden.

Ich kann das Laufen jedem auch ans Herz legen. Es kostet fast nichts und ist sehr gesund. Das man nebenbei ein paar Extra-Pfunde verliert (21 Kg in meinem Fall), muss ich sicher nicht erwähnen.

Der Anlass war von A bis Z super organisiert.

Mittwoch, 15. Oktober 2008

Hallwilerseelauf (21.2 km)

Der Hallwilerseelauf fand letzten Samstag statt. Bevor ich einen ausführlichen Bericht zu diesem spannenden Erlebnis hier publiziere, möchte ich es nicht unterlassen die Laufzeit zu veröffentlichen:

2 Stunden 5 Minuten 54 Sekunden (und ganz müde Beine)

Montag, 6. Oktober 2008

Murtenlauf - Die Schande von Freiburg

Es sollte der heroische Einlauf im Ziel in Freiburg werden. Es kam leider anders. Die 8.6 km als solches habe ich selbstverständlich nicht unterschätzt. Schliesslich kenne ich diese Distanz aus den Trainingseinheiten relativ gut. Die Steigungen jedoch war viel schlimmer als angenommen.



Meine Zeitvorgabe von 45 Minuten habe ich gestern leider weit verfehlt. Mit 47:55 bin ich deutlich unter meinen eigenen Erwartungen geblieben. Der Zieleinlauf wurde somit fast zur persönlichen Schade von Freiburg.


Das wunderbare Wetter, die tolle Organisation (abgesehen von der nervigen Guggenmusig beim Start) und die gute Stimmung machten aus diesem Event trotz der schlechten Zeit ein super Erlebnis.


Zu guter Letzt möchte ich alle Jäger bitten, die Jagd auf die Nordic Walking Stockenten zu eröffnen. Von mir gibt es 10 Franken pro Abschuss. Diese Spezies ist gemeingefährlich. Mit ihren Lanzen haben sie es auf harmlose Läufer abgesehen.









In meinem Übermut - wohl als eine Art verzweifelte Aktion, die Schmach wieder gut zu machen - habe ich mich heute Morgen kurzerhand für den Hallwilersee-Lauf (21.1 km) angemeldet. Der bescheidene Halbmarathon findet bereits nächsten Samstag, 11. Oktober statt (nota bene). Resultate wie immer hier...

Donnerstag, 25. September 2008

Vorbereitung Murtenlauf

Auch heute hat es leider nicht zu 15'000 m gereicht. Es stand dafür eine Session mit etwas erhöhter Intensität an.



Erschreckend wie volatil mein Puls ist. Der kann locker mit dem Auf und Ab des Dow Jones nach dem Husten von Ben Bernanke und Henry Paulson mithalten. Einziger Unterschied: Der Dow geht dieser Tage lieber runter und mein Puls viel lieber hoch.












Meine hämischen Büro-Kollegen sollen gewarnt sein. Trotz schlechter Verfassung kann ich mit leichter Erhöhung der Intensität (Puls) die Zeit problemlos senken. Das gibt wieder neuen Mut für den 5. Oktober 2008.



Die Fakten von heute lauten:

Distanz: ca. 7.3 km
Zeit: 0:42:32
Durchschnittspuls: 139
Feeling nach dem Lauf: Weitere Steigerungen liegen gut drin

Mittwoch, 24. September 2008

Training

Spott und Häme werden mir morgen im Büro gewiss sein. Erstens habe ich kurzerhand die beiden Trainingseinheiten von heute und morgen abgetauscht, und die 15 km auf morgen verschoben und zweitens ist meine Zeit von heute absolut unterirdisch.

Machen wir es kurz. Hier die Fakten:

Distanz: ca. 7.3 km
Zeit: 0:44:04
Durchschnittspuls: 134
Feeling nach dem Lauf: Reserven vorhanden

Vielleicht wäre es sinnvoller, die Energie in die kreative Ausreden-Suche zu investieren, anstatt in das intensive Training. Knie-, Hüft- oder einfach allgemeine Gelenkbeschwerden sind valable Ausreden für den Murtenlauf. Und vor allem können sie nicht falsifiziert werden.

Dienstag, 23. September 2008

Formtief...

...oder einfach nur Trainingsrückstand? Leider trifft wohl eher letzteres zu. Um die totale Blamage am 5. Oktober in Fribourg noch abzuwenden, heisst es jetzt eine Woche lang beissen. Meine heute gelaufene Zeit, bei absolut perfekten Bedingungen, ist alles andere als berauschend.

  • Distanz: ca. 7.3 km
  • Zeit: 0:43:19
  • Durchschnittspuls: 134
  • Feeling nach dem Lauf: Reserven vorhanden
Das Programm bis zum 5. Oktober 2008 sieht also wie folgt aus:

Mittwoch, 24.09.08 --> 15 km, Grundlagenausdauer (Puls 129)
Donnerstag, 25.09.08 --> 7.5 km, mittlere Intensität (Puls 140)
Freitag, 26.09.08 --> 7.5 km, Grundlagenausdauer (Puls 129)
Samstag, 27.09.08 --> 10 km, hohe Intensität (Puls 152)
Sonntag, 28.09.08 -->Pause
Montag, 29.09.08 --> 7.5 km, mittlere Intensität (Puls 140)
Dienstag, 30.09.08 --> 15 km, Grundlagenausdauer (Puls 129)
Mitwoch, 01.10.08 --> 7.5 km, mittlere Intensität (Puls 140)
Donnerstag, 02.10.08 --> Pause
Freitag, 03.10.08 --> 7.5 km, mittlere Intensität (Puls 140)
Samstag, 04.10.08 --> Pause
Sonntag, 05.10.08 --> WETTKAMPF!

Vielleicht kann ich das Blatt ja in letzter Sekunde noch wenden. Resultate folgen wie immer hier.

Sonntag, 21. September 2008

Relaxing Weekend

Ein Wochenende geht langsam zu Ende, das deutlich gemütlicher und entspannter war, als noch am Freitag angenommen. Die Arbeiten und die Alarmbereitschaft für meinen Arbeitgeber waren deutlicher geringer ausgefallen. Bis jetzt sieht die Grossverarbeitung der Rechnungstellung sehr gut aus. Ich hoffe, morgen nicht den grossen Schock erleben zu müssen.

Die Gemütlichkeit hat aber auch ihre Schattenseiten: Mit Training war leider wieder einmal nicht viel los. Die angepeilte Zeit beim kurzen Murtenlauf (8.6 Km) dürfte am 5. Oktober 2008 somit Wunschdenken bleiben. Hoffentlich kommt es nicht zur Blamage. Das Resultat werde ich natürlich hier bekannt geben.

Fussballerisch lief es dieses Weekend - trotz bangen ersten Minuten - auch rund. Der FC Aarau brachte das Kunststück auf dem Kunstrasen von Binningen fertig, nach 7 Minuten 0 : 2 gegen den 2.-Ligisten SC Binningen (BL) zurückzuliegen. Ein gewisser Ianu (zukünftiger europäischer Spitzenstürmer) konnte dann aber mit 5 Toren das Spiel im Alleingang für den FCA entscheiden. Am Schluss hiess es standesgemäss 2 : 6 für den Vertreter aus der Super League.

Hier geht es zum Spielbericht von SF:
http://www.sf.tv/sfsport/index.php